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2023-10-05

Verweildauer der Parteien in deutschen Regierungen

Wie lange war eine bestimmte Partei in Deutschland an einer Bundes- oder Landesregierung beteiligt? Diese Frage möchte ich hier mit Grafiken beantworten.

Stichtag der Statistiken ist der 5. Oktober 2023. Ich zähle alle Bundes- und Landesregierungen der Bundesrepublik Deutschland. In den westdeutschen Bundesländern zähle ich auch Regierungen, die bereits vor Gründung der Bundesrepublik demokratisch gewählt wurden. Da Berlin vor der Wiedervereinigung kein Bundesland war, fange ich dort erst 1991 an zu zählen.

Bundesregierung: 66% CDU, 65% FDP, 49% SPD, 16% DP, 12% Grüne, 5% GB/BHE

In den 74 Jahren seit Gründung der Bundesrepublik war die CDU (meistens zusammen mit der CSU) 49 Jahre lang an Regierungen beteiligt, die FDP 48 Jahre lang, die SPD 36½ Jahre lang, die Deutsche Partei 12 Jahre lang, die Grünen (bzw. Bündnis 90/Grüne) fast 9 Jahre lang, der Gesamtdeutsche Bund/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten 4 Jahre lang.



Hamburg: 78% SPD, 39% FDP

Bremen: 100% SPD, 37% FDP

Bayern: 91% CSU, 13% FDP

Hessen: 63% SPD, 38% CDU

Schl.-Holstein: 69% CDU, 39% SPD

Niedersachsen: 66% SPD, 55% CDU

NRW: 63% SPD, 38% FDP

Rheinl.-Pfalz: 66% FDP, 58% CDU

Ba.-Wü.: 87% CDU, 41% FDP

Saarland: 76% CDU, 46% SPD

Sachsen: 100% CDU, 42% SPD

Meck.-Pomm.: 94% SPD, 70% CDU

Brandenburg: 92% SPD, 30% Linke/PDS

Sachsen-Anh.: 77% SPD, 67% CDU

Thüringen: 73% CDU, 57% SPD

Berlin: 94% SPD, 50% Linke/PDS
(seit der Wiedervereinigung)


Nach Parteien sortiert:

CDU/CSU

  • Sachsen 100%, d.h. seit 1990 gab es keine Landesregierung ohne CDU-Beteiligung
  • Bayern 91%: Die CSU war 70 Jahre lang an der Regierung, 7 Jahre in der Opposition
  • Baden-Württemberg 87%: Die CDU war 62 von 71½ Jahren an der Regierung
  • ...
  • Brandenburg 28%: 9 Jahre mit CDU-Regierung, 24 Jahre ohne
  • Bremen 26%: Innerhalb von 77 Jahren war die CDU ein Viertel der Zeit an der Regierung
  • Hamburg 17%: Nur 13½ von 77 Jahren mit CDU-Regierung

SPD

  • Bremen 100%
  • Berlin 94%
  • Mecklenburg-Vorpommern 94%
  • ...
  • Schleswig-Holstein 39%
  • Baden-Württemberg 32%
  • Bayern 10%

FDP

  • Rheinland-Pfalz 66%
  • Bund 65%
  • Baden-Württemberg 41%
  • ...
  • Mecklenburg-Vorpommern 12%
  • Brandenburg 12%
  • Berlin 0%

Grüne

  • Sachsen-Anhalt 28%
  • Thüringen 27%
  • Schleswig-Holstein 26%
  • ...
  • Sachsen 12%
  • Saarland 4%
  • Bayern und Mecklenburg-Vorpommern 0%

Linke (inkl. PDS)

  • Berlin 50%
  • Brandenburg 30%
  • Mecklenburg-Vorpommern 30%
  • Thüringen 27%
  • andere Länder 0%

Sonstige

  • Niedersachsen 31% (GH/BHE, DZP, DP, KPD)
  • Hamburg 23% (KPD, DP, STATT, PRO)
  • Schleswig-Holstein 22% (GB/BHE, SSW, DP)
  • Bund 22% (DP und GB/BHE)
  • Bayern 21% (GH/BHE, FW, BP, WAV)
  • Nordrhein-Westfalen 19% (DZP, KPD)
  • Baden-Württemberg 17% (GH/BHE)
  • Hessen 16% (GH/BHE)
  • Bremen 7% (GH/BHE und KPD)
  • Rheinland-Pfalz 5% (KPD)
  • neuere Bundesländer <1% (SVP)

2023-05-05

Deutsche Bundesländer – vor 1000 Jahren

Die 16 Bundesländer, die Deutschland heute hat, sind das Ergebnis einer Jahrhunderte langen Entwicklung. Vor tausend Jahren sahen die Grenzen noch ganz anders aus.

In diesem Gedankenexperiment zeige ich Deutschland in den heutigen Grenzen mit den heutigen Landkreisen und kreisfreien Städten (die auch historisch gewachsen sind; zuletzt durch Gebietsreformen in manchen Bundesländern), aber den ungefähren Grenzen der Herrschaftsgebiete des Jahres 1023. Die Einwohnerzahlen habe ich 2023 von Wikipedia abgeschrieben.

Deutschlandkarte mit den Grenzen in rot

Statt der heutigen Bundesländer habe ich in der obigen Karte 10 Großregionen eingezeichnet, und zwar unter Berücksichtigung der heutigen Kreisgrenzen:

  1. Sachsen, ehemaliges Stammesherzogtum mit der Hauptstadt Lüneburg, das 1023 von Bernhard II. angeführt wurde. Heute hat diese Großregion 20.901.933 Einwohner auf 85.649 km². Sie erstreckt sich vom Rhein bis zur Elbe und vom Siegerland bis nach Holstein.
  2. Franken, beziehungsweise die Stammesherzogtümer Ost- und Westfranken mit den Hauptstädten Würzburg und Worms. Heute hat diese Großregion 16.460.094 Einwohner auf 63.887 km². Sie erstreckt über vom heutigen Franken bis zum Hunsrück und von Kassel bis kurz vor Stuttgart.
  3. Lothringen, beziehungsweise die Stammesherzogtümer Ober- und Niederlothringen, die zu diesem Zeitpunkt bereits geschrumpft waren. 1023 wurde Oberlothringen von Friedrich III., Niederlothringen von Gottfried II. angeführt. Weite Teile des damaligen Lothringen gehören heute zu Frankreich und den Benelux-Staaten. Der deutsche Teil der Großregion – von der Saar bis zum Niederrhein – hat heute 12.006.945 Einwohner auf 24.282 km².
  4. Schwaben, auch Herzogtum Alamannien genannt, mit der Hauptstadt Straßburg im Elsass, das 1023 von Ernst II. angeführt wurde. Heute hat diese Großregion 8.771.155 Einwohner auf 34.280 km². Sie umfasst bayerisch Schwaben und die südliche Hälfte Baden-Württembergs.
  5. Bayern, genauer gesagt das Stammesherzogtum Baiern mit dem Nordgau, wurde 1023 von Heinrich V. angeführt. Heute hat diese Großregion 8.296.199 Einwohner auf 41.805 km². Sie erstreckt sich im Wesentlichen über die bayerischen Bezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz.
  6. Der Bund der Lutizen war kein germanisches Stammesherzogtum, sondern ein loser Bund „heidnischer“ slawischer Stämme, die sich im Aufstand von 983 von der Herrschaft der christlichen Sachsen befreit hatten. Heute hat diese Großregion 7.964.845 Einwohner auf 47.826 km². Sie erstreckt sich von der Ostseeküste bis Berlin und kurz vor Magdeburg.
  7. Sorben und andere slawische Stämme standen unter der Herrschaft sächsischer Markgrafen. 1023 lebten nur wenige Deutsche in diesem Gebiet. Heute hat diese Großregion 6.070.442 Einwohner auf 38.724 km². Sie erstreckt sich von der Neiße bis zur Saale.
  8. Thüringen („TH“ auf der Karte) war 1023 kein Herzogtum, sondern unterstand mehreren Adligen. Graf Wilhelm III. von Weimar galt als wichtigster Herrscher der Gegend. Heute hat diese Großregion 1.383.204 Einwohner auf 10.785 km², ist also kleiner als das Bundesland Thüringen.
  9. Zu Dänemark („DK“ auf der Karte) unter König Knut dem Großen gehörten 1023 auch Teile von Schleswig. In dem Teil der Region, der heute zu Deutschland gehört, leben 738.525 Einwohner auf 6.431 km².
  10. Ostfriesland („OF“ auf der Karte) war ein kleiner Teil der Frieslande, die 1023 entweder frei waren oder Graf Dietrich III. von Holland unterstanden. Der Teil der Region, der heute zu Deutschland gehört, hat 643.822 Einwohner auf 3.859 km².

2021-04-14

[de] Regionen gleicher Größe für Deutschland

Eine Spielerei mit Verwaltungsgrenzen in Deutschland

Die 401 Kreise und kreisfreien Städte habe ich in Großräume zusammengefasst. Jeder Großraum ist etwas gleich groß, nämlich ± 6000 km. Im Mittelpunkt steht eine Stadt oder ein Ballungsgebiet.

Anschließend habe ich die 59 Großräume zu 12 Regionen gleicher Einwohnerstärke (±7 Millionen) zusammengefasst. Auf die Grenzen der Bundesländer habe ich dabei keine Rücksicht genommen.

die 12 Regionen
(blau: Grenzen der Großräume)

Grundlage aller hier gezeigten Karten ist übrigens der Wikipedia-Artikel Verwaltungsgliederung Deutschlands.

Hier das Ergebnis (sortiert nach Bevölkerungsdichte):


Der Niederrhein beginnt bei Bonn und fließt in die Niederlande.

Die niederrheinische Region ist identisch mit dem bevölkerungsreichsten Großraum, dem Großraum Niederrhein mit der Hauptstadt Düsseldorf. Dort leben 6,2 Mio. Menschen auf 6.558 km². Die Region umfasst die Städte Bonn, Düsseldorf, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Remscheid, Solingen, Wuppertal sowie die Kreise Kleve, Mettmann, Neuss, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis und Viersen.

Diese Region umfasst das Ruhrgebiet und das Mûnsterland in NRW.

Die Ruhr-Region mit der Hauptstadt Essen hat 7,2 Mio. Einwohner auf 11.448 km². Sie besteht aus zwei Großräumen:

  1. Ruhr (5,5 Mio. Einwohner) mit den Städten Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim, Oberhausen und den Kreisen Ennepe-Ruhr-Kreis, Märkischer Kreis, Recklinghausen, Unna und Wesel.
  2. Münster (1,6 Mio. Einwohner) mit der Stadt Münster und den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf.

Nicht ganz Baden-Württemberg gehört zu dieser Region.

Die badisch-württembergische Region mit der Hauptstadt Stuttgart hat 7,2 Mio. Einwohner auf 19.708 km². Sie besteht aus drei Großräumen:

  1. Stuttgart-Karlsruhe (4 Mio. E.) mit den Städten Karlsruhe, Pforzheim und Stuttgart sowie den Landkreisen Böblingen, Calw, Enzkreis, Esslingen, Göppingen, Karlsruhe, Ludwigsburg, Rems-Murr-Kreis.
  2. Freiburg (1,8 Mio. E.) mit den Städten Baden-Baden und Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach, Ortenau, Rastatt, Waldshut.
  3. Tübingen (1,4 Mio. E.) mit den Landkreisen Freudenstadt, Reutlingen, Rottweil, Schwarzwald-Baar, Tübingen, Tuttlingen und Zollernalb und dem ehemaligen Landkreis Ehingen.

Nur im Westen entspricht die Grenze dieser Region der des Landes Hessen.

Die hessische Region mit der Hauptstadt Darmstadt hat 6,6 Mio. Einwohner auf 26.291 km². Sie besteht aus vier Großräumen:

  1. Rhein-Main (3,7 Mio. E.) mit den Städten Darmstadt, Frankfurt am Main, Offenbach und Wiesbaden, Hochtaunuskreis, Main-Kinzig-Kreis, Main-Taunus-Kreis, Rheingau-Taunus-Kreis, Wetteraukreis sowie den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Offenbach.
  2. Mittelhessen (1,2 Mio. E.) mit den Landkreisen Gießen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Vogelsberg und Waldeck-Frankenberg.
  3. Spessart-Odenwald (1 Mio. E.) mit den Städten Aschaffenburg und Schweinfurt sowie den Landkreisen Aschaffenburg, Bad Kissingen, Haßberge, Main-Spessart, Miltenberg, Odenwaldkreis und Schweinfurt.
  4. Fulda (0,8 Mio. E.) mit der Stadt Eisenach und den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg, dem Schwalm-Eder-Kreis, dem Unstrut-Hainich-Kreis und dem Wartburgkreis.

Zur Zeit Napoleons existierte die Cisrhenanische Republik westlich des Rheins.

Die cisrhenanische Region mit der Hauptstadt Mainz hat 7,8 Mio. Einwohner auf 29.104 km². Sie besteht aus fünf Großräumen:

  1. Rhein-Neckar (2,4 Mio. E.) mit den Städten Frankenthal, Heidelberg, Landau, Ludwigshafen, Mannheim, Neustadt, Speyer und Worms sowie den Landkreisen Bad Dürkheim, Bergstraße, Germersheim, Neckar-Odenwald, Rhein-Neckar, Rhein-Pfalz und Südliche Weinstraße.
  2. Eifel (1,6 Mio. E.) mit der Städteregion Aachen und den Kreisen Ahrweiler, Düren, Euskirchen, Heinsberg, Neuwied und Vulkaneifel.
  3. Saar-Pfalz (1,5 Mio. E.) mit den Städten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken, dem Regionalverband Saarbrücken, dem Donnersberg- und Saarpfalz-Kreis sowie den Landkreisen Kaiserslautern, Kusel, Merzig-Wadern, Neunkirchen, Saarlouis, Sankt Wendel und Südwestpfalz.
  4. Mittelrhein (1,3 Mio. E.) mit den Städten Koblenz und Mainz sowie den Landkreisen Altenkirchen, Alzey-Worms, Bad Kreuznach, Mainz-Bingen, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn und Westerwald.
  5. Mosel (0,8 Mio. E.) mit der Stadt Trier, dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz.

Diese Region umfasst die deutschen Alpen und das Alpenvorland.

Die Region Oberland mit der Hauptstadt München hat 7,2 Mio. E. auf 30.001 km². Sie besteht aus fünf Großräumen:

  1. München (2,9 Mio. E.) mit der Stadt München und den Landkreisen Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg, München, Starnberg.
  2. Augsburg-Ulm (1,5 Mio. E.) mit den Städten Augsburg und Ulm sowie den Landkreisen Aichach-Friedberg, Augsburg, Dillingen, Donau-Ries, Günzburg, Neu-Ulm und dem größten Teil des Alb-Donau-Kreises.
  3. Bodensee-Oberschwaben (1,2 Mio. E.) mit den Landkreisen Biberach, Bodenseekreis, Konstanz, Lindau, Ravensburg und Sigmaringen.
  4. Chiemgau-Berchtesgaden (0,8 Mio. E.) mit der Stadt Rosenheim und den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Berchtesgadener Land, Miesbach, Rosenheim, Traunstein.
  5. Allgäu (0,8 Mio. E.) mit den Städten Kaufbeuren, Kempten, Memmingen und den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu, Weilheim-Schongau.
Zum 1813 aufgelösten Königreich Westphalen gehörten
u.a. Hannover, Magdeburg, Kassel und Paderborn.

Die westphälische Region mit der Hauptstadt Hannover hat 7 Mio. Einwohner auf 35.308 km². Sie besteht aus sechs Großräumen:

  1. Hannover-Braunschweig (2,2 Mio. E.) mit den Städten Braunschweig und Salzgitter, der Region Hannover und den Landkreisen Goslar, Hildesheim, Peine und Wolfenbüttel.
  2. Siegen-Arnsberg (1,5 Mio. E.) mit dem Hochsauerlandkreis, dem Oberbergischen Kreis, der Hälfte des Kreises Soest sowie den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und Unna.
  3. Kassel-Göttingen (1,1 Mio. E.) mit der Stadt Kassel und den Landkreisen Eichsfeld, Göttingen, Kassel, Northeim und dem Werra-Meißner-Kreis.
  4. Paderborn (1 Mio. E.) mit den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden, Höxter, Paderborn und Schaumburg sowie Teilen der Kreise Nienburg und Soest.
  5. Magdeburg (0,7 Mio. E.) mit der Stadt Magdeburg und den Landkreisen Börde, Jerichower Land, Salzland.
  6. Harz (0,5 Mio. E.) mit den Landkreisen Harz, Kyffhäuser, Mansfeld-Südharz und Nordhausen.

Die Grenzen der Regionen orientieren sich, wie gesagt,
weder an aktuellen noch an historischen Ländern.

Die niedersächsische Region mit der Hauptstadt Bremen hat 6,7 Mio. Einwohner auf 35.842 km². Sie besteht aus sechs Großräumen:

  1. Ostwestfalen (2,1 Mio. E.) mit den Städten Bielefeld und Osnabrück sowie den Kreisen Gütersloh, Herford, Lippe, Minden-Lübbecke und Osnabrück.
  2. Bremen-Oldenburg (1,6 Mio. E.) mit den Städten Bremen, Bremerhaven, Delmenhorst, Oldenburg und den Landkreisen Cuxhaven, Oldenburg, Osterholz, Verden, Wesermarsch.
  3. Ostfriesland (0,9 Mio. E.) mit den Städten Emden und Wilhelmshaven, den Landkreisen Ammerland, Aurich, Friesland, Leer, Wittmund und Teilen der Landkreise Cloppenburg und Emsland.
  4. Ems-Hase (0,9 Mio. E.) mit den Landkreisen Cloppenburg (Hälfte), Diepholz, Emsland (größter Teil), Grafschaft Bentheim, Nienburg und Vechta.
  5. Wolfsburg-Celle (0,7 Mio. E.) mit der Stadt Wolfsburg und den Landkreisen Celle, Gifhorn, Helmstedt und Uelzen.
  6. Oste (0,5 Mio. E.) mit dem Heidekreis, den Landkreisen Rotenburg und Stade sowie der Samtgemeinde Amelinghausen.

Vor 1815 war Sachsen deutlich größer als heute.

Die sächsische Region mit der Hauptstadt Dresden hat 6,8 Mio. Einwohner auf 37.506 km². Sie besteht aus sechs Großräumen:

  1. Leipzig-Halle (1,6 Mio. E.) mit den Städten Halle und Leipzig, dem Burgenlandkreis, dem Saalekreis, dem Landkreis Leipzig und dem Landkreis Nordsachsen.
  2. Dresden (1,3 Mio. E.) mit der Stadt Dresden und den Landkreisen Bautzen, Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
  3. Chemnitz-Zwickau (1,3 Mio. E.) mit der Stadt Chemnitz und den Landkreisen Altenburger Land, Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, Zwickau.
  4. Thüringer Städtekette (1,2 Mio. E.) mit den Städten Erfurt, Gera, Jena, Weimar und den Landkreisen Gotha, Greiz, Saale-Holzland-Kreis, Sömmerda, Weimarer Land.
  5. Fichtelgebirge (0,7 Mio. E.) mit der Stadt Hof und den Landkreisen Hof, Kronach, Kulmbach, Lichtenfels, Saale-Orla-Kreis, Tirschenreuth, Vogtlandkreis, Wunsiedel.
  6. Fränkisch Thüringen (0,7 Mio. E.) mit den Städten Coburg und Suhl sowie den Landkreisen Hildburghausen, Ilm-Kreis, Rhön-Grabfeld, Saalfeld-Rudolstadt, Schmalkalden-Meiningen und Sonneberg.

Außerhalb der Bundeshauptstadt ist diese Region extrem dünn besiedelt.

Die märkische Region mit der Hauptstadt Potsdam hat 7 Mio. Einwohner auf 41.691 km². Sie besteht aus sieben Großräumen:

  1. Berlin (4,8 Mio. E.) mit den Städten Berlin und Potsdam und angrenzenden Teilen der Landkreise Barnim, Dahme-Spreewald, Havelland, Märkisch Oderland, Oberhavel, Oder-Spree, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming.
  2. Cottbus-Frankfurt (0,7 Mio. E.) mit den Städten Cottbus und Frankfurt/Oder sowie den Landkreisen Görlitz, Oder-Spree und Spree-Neiße.
  3. Anhalt-Mark (0,4 Mio. E.) mit der Stadt Dessau-Roßlau, dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld und Teilen der Landkreise Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Wittenberg.
  4. Spreewald (0,3 Mio. E.) mit den Landkreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz sowie Teilen der Landkreise Dahme-Spreewald und Wittenberg.
  5. Havel (0,3 Mio. E.) mit der Stadt Brandenburg, den Ämtern Beetzsee und Wusterwitz, Teilen des Landkreises Havelland sowie den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin.
  6. Altmark (0,3 Mio. E.) mit dem Altmarkkreis Salzwedel, den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Stendal, dem Amt Neuhaus und der Samtgemeinde Dahlenburg.
  7. Oder-Havel (0,2 Mio. E) mit Teilen der Landkreise Barnim, Märkisch Oderland, Oberhavel und Uckermark.

Zu dieser Region gehört sowohl württembergisch Franken als auch die Oberpfalz.

Die fränkisch-bayerische Region mit der Hauptstadt Nürnberg hat 7 Mio. Einwohner auf 42.252 km². Sie besteht aus sieben Großräumen:

  1. Nürnberg (1,9 Mio. E.) mit den Städten Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Fürth, Nürnberg, Schwabach und den Landkreisen Bamberg, Bayreuth, Erlangen-Höchstadt, Forchheim, Fürth, Nürnberger Land, Roth.
  2. Heilbronn (1,2 Mio. E.) mit der Stadt Heilbronn und den Landkreisen Heidenheim, Heilbronn, Hohenlohe, Ostalb, Schwäbisch Hall.
  3. Ingolstadt (0,9 Mio. E.) mit den Städten Ingolstadt und Landshut sowie den Landkreisen Eichstätt, Kelheim, Landshut, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen und Weißenburg-Gunzenhausen.
  4. Oberpfalz (0,9 Mio. E.) mit den Städten Amberg, Regensburg und Weiden sowie den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neumarkt, Neustadt an der Waldnaab, Regensburg, Schwandorf.
  5. Würzburg (0,8 Mio. E.) mit den Städten Ansbach und Würzburg sowie den Landkreisen Ansbach, Kitzingen, Main-Tauber, Neustadt-Bad Windsheim und Würzburg.
  6. Straubing (0,7 Mio. E.) mit der Stadt Straubing und den Landkreisen Altötting, Deggendorf, Dingolfing-Landau, Mühldorf Rottal-Inn und Straubing-Bogen.
  7. Passau (0,5 Mio. E.) mit der Stadt Passau und den Landkreisen Cham, Freyung-Grafenau, Passau, Regen.

Auch ein Teil der Nordseeküste befindet sich in dieser Region.

Die Ostsee-Region mit der Hauptstadt Schwerin hat 6,9 Mio. Einwohner auf 43.290 km². Sie besteht aus sieben Großräumen:

  1. Hamburg (3,3 Mio. E.) mit den Städten Hamburg und Lübeck, dem Landkreis Harburg, dem größten Teil des Landkreises Lüneburg sowie den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Pinneberg und Stormarn.
  2. Holstein (1,2 Mio. E.) mit den Städten Kiel und Neumünster und den Kreisen Ostholstein, Plön, Rendsburg-Eckernförde und Segeberg.
  3. Schleswig (0,7 Mio. E) mit der Stadt Flensburg und den Kreisen Dithmarschen, Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und Steinburg.
  4. Rostock-Rügen (0,6 Mio. E.) mit der Stadt Rostock und den Landkreisen Rostock und Vorpommern-Rügen.
  5. Schwerin (0,5 Mio. E.) mit der Stadt Schwerin und den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg.
  6. Uecker (0,3 Mio. E.) mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald und der nördlichen Hälfte des Landkreises Uckermark.
  7. Mecklenburgische Seenplatte (0,2 Mio. E.) mit dem gleichnamigen größten Landkreis Deutschlands.


2018-08-28

[de] Wie alt sind die Grenzen Deutschlands?

Die Außengrenzen Deutschlands sind sehr unterschiedlich alt:

Die Grenze zu Dänemark besteht seit dem 15. Juni 1920, als Nordschleswig nach einer Volksabstimmung zu Dänemark kam. Die Gegend von Flensburg bis Sylt stimmte für den Verbleib bei Deutschland. Seit dem Mittelalter hatten sowohl Dänemark als auch Deutschland Ansprüche auf die Regionen Schleswig und Holstein erhoben.





Die Grenze zu Polen besteht seit 1945. Auf den Friedenskonferenzen nach dem Zweiten Weltkrieg wurde beschlossen, Polen nach Westen zu verschieben. Der Osten Polens kam an die Sowjetunion, dafür musste Deutschland das rechte Ufer von Oder und Neiße an Polen abgeben. Zum Teil war das auch Wiedergutmachung für die Teilungen Polens im 18. Jahrhundert, an denen der preußische Staat maßgeblich beteiligt gewesen war.

Die Grenze zu Tschechien ist eine der ältesten Europas. Bereits das 870 gegründete Herzogtum Böhmen hatte in etwa die gleiche Westgrenze wie die heutige Tschechische Republik. 1322 kam die Gegend um Eger/Cheb zu Böhmen, dazu gehört auch der Ascher Zipfel (Ašský výběžek).






Die Grenze zu Österreich ist nicht überall gleich alt. Seit etwa 1261 ist Oberösterreich (=Oesterreich ob der Enns) von Baiern und Böhmen unabhängig. 1779 kam das Innviertel zu Österreich, 1814 Tirol und Vorarlberg, 1816 auch das Land Salzburg.

Die Grenze zur Schweiz orientiert sich größtenteils an den Grenzen kleinerer Fürstentümer und Herrschaften, die teilweise seit dem Mittelalter bestanden. Der Kanton Zürich gehört seit 1351 zur Schweiz, Aargau seit 1415, Thurgau seit 1460, Basel und Schaffhausen seit 1501. Laufenburg und Rheinfelden sind jedoch erst seit 1801 schweizerisch. Zuletzt wurden 1967 kleinere Gebiete zwischen dem Kanton Schaffhausen und dem Land Baden-Württemberg ausgetauscht.

Die Grenze zu Frankreich wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals verschoben.
Das Elsass kam zwischen 1648 und 1714 zu Frankreich, Montbéliard aber erst 1796. Das elsässische Landau kam 1816 zu Bayern.
Lothringen löste sich 1542 von Kaiserreich, wurde 1766 offiziell französisch, ein kleiner Teil kam 1815 zu Preußen. Die Stadt Saarlouis war zum Zeitpunkt ihrer Gründung 1680 eine französische Exklave zwischen Lothringen und Deutschland. Einige Orte an der heutigen saarländisch-lothringischen Grenze wechselten erst 1829 die Seite.


Die Grenze zu Luxemburg wurde auf dem Wiener Kongress gezogen, als Luxemburg seine östlich von Our, Sauer und Mosel gelegenen Gebiete (mit Ausnahme der Stadt Vianden) an Preußen verlor. Luxemburg blieb zunächst im Deutschen Bund, wurde 1867 unabhängig.
Die Grenze zu Belgien wurde im Versailler Vertrag festgelegt, trat jedoch erst 1925 im Kraft. Das heutige Ostbelgien (einschließlich des französischsprachigen Malmedy) hatte zuvor zum Regierungsbezirk Aachen gehört.

Die Grenze zu den Niederlanden hat kein einheitliches Alter. Die heutige Ostgrenze der Provinz Groningen (im Rheiderland) besteht seit 1814. Drenthe und Overijssel kamen 1580 zu den Niederlanden, hatten zuvor bereits den Bischöfen von Utrecht gehört..Geldern und Limburg entstanden 1815 in der heutigen Form, wenn man von der Abspaltung Belgiens 1839 absieht, die jedoch für die Grenze zu Deutschland keine Rolle spielt. Darüber hinaus standen Selfkant, Elten und einige andere Gebiete von 1949 bis 1963 unter niederländischer Verwaltung.

Die Nordseeinsel Helgoland gehörte zunächst zu Schleswig (und damit zu Dänemark), war 1807–1890 britische Kronkolonie und kam 1890 an Deutschland.

2016-06-12

[de] Départements im Saarland

 Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte das Gebiet des heutigen Saarlandes zu Frankreich. Staatsoberhaupt von Frankreich war damals Napoléon Bonaparte, bis Mai 1804 als "Erster Konsul", danach als "Kaiser der Franzosen". 


Das heutige Saarland erstreckte sich über vier Départements: Forêts, Mont-Tonnerre, Moselle und Sarre    

Départements, Arrondissements, Cantons im heutigen Saarland

Das Wälder-Departement (département des forêts) umfasste vor allem die ehemaligen Herzogtümer Luxemburg und Bouillon. 
Hauptstadt des Départements war Luxemburg, Unterpräfekturen waren in Bitburg, Diekirch und Neufchâteau. 
0,7% des Saarlandes mit heute 0,2% der Einwohner – im Nordwesten der Gemeinde Perl – gehörten zum Kanton Remich im Arrondissement Luxemburg. 
Nach dem Ende Napoleons kam das Gebiet zu den Vereinigten Niederlanden und zu Preußen (Regierungsbezirk Trier). 

Das Donnersberg-Departement (département du Mont-Tonnerre) umfasste die linksrheinischen Teile der Pfalz und Kurpfalz. 
Die Präfektur des Départements war in Mainz, Unterpräfekturen in Kaiserslautern, Speyer und Zweibrücken. 
5% der Fläche und 4% der Einwohner des heutigen Saarlands (im Saarpfalz-Kreis) gehörten zum Arrondissement Zweibrücken. 
Durch den Wiener Kongress kam das Gebiet 1815 zu Bayern. 

Das Mosel-Departement (département de la Moselle) umfasste den deutschsprachigen Teil Lothringens und das Bistum Metz. 
Metz war die Hauptstadt des Départements. Die Hauptorte der Arrondissements waren Briey, Metz, Sarreguemines und Thionville. 
24% des heutigen Saarlands – Gebiete im Westsaarland und im Raum Tholey, die heute 21% der Landesbevölkerung ausmachen – lagen im Arrondissement Thionville oder Diedenhofen, hauptsächlich in den Kantonen Tholey, Rehlingen, Sierck und Saarlouis. 
1815 kamen die heute saarländischen Gebiete zu Preußen, der Rest blieb bei Frankreich. 1871 kam das Arrondissement Briey zum Departement Meurthe-et-Moselle, der Rest vom Rest bildete den "Bezirk Lothringen" im Deutschen Reich. 

Das Saar-Departement (département de la Sarre) umfasste Nassau-Saarbrücken/Ottweiler, große Teile von Kurtrier, die Grafschaft von der Leyen und zahlreiche kleine Herrschaften. 
Der Präfekt der Saar hatte seinen Sitz in Trier, die Unterpräfekten saßen in Birkenfeld, Prüm und Saarbrücken. Vom heutigen Saarland gehörten 69% der Fläche und 74% der Einwohner zu diesem Departement, vor allem zu den Arrondissements Saarbrücken und Birkenfeld. 
Nach dem Ende der Franzosenzeit kam der Großteil des Départements zu Preußen, Birkenfeld zu Oldenburg, Kusel zu Bayern, Meisenheim zu Hessen-Homburg, St. Wendel zu Sachsen-Coburg. 

Das Arrondissement Saarbrücken (arrondissement de Sarrebruck) bestand aus 8 Kantonen: 
  1. St. Arnual: heute ca. 160.000 Einwohner auf ca. 230 km², vor allem im Regionalverband Saarbrücken.
  2. Ottweiler: heute ca. 135.000 Einwohner auf 240 km², vor allem im Landkreis Neunkirchen.
  3. Lebach: heute ca. 120.000 Einwohner auf 250 km² im Dreieck Heusweiler-Eppelborn-Beckingen. 
  4. Saarbrücken: heute ca. 90.000 Einwohner auf 75 km² in Alt-Saarbrücken, St. Johann, Malstatt und Burbach. 
  5. Blieskastel: heute ca. 70.000 Einwohner auf 235 km², vor allem im Saarpfalz-Kreis. 
  6. Waldmohr: heute ca. 55.000 Einwohner auf 160 km², vor allem im Saarpfalz-Kreis und im Landkreis Kusel. 
  7. Merzig: heute ca. 40.000 Einwohner auf 170 km² im Landkreis Merzig-Wadern. 
  8. St. Wendel: heute ca. 35.000 Einwohner auf 175 km² im Landkreis St. Wendel.

2016-05-13

[de] Statistiken zu Zeitzonen in Nordamerika

Wie viele Menschen leben in den verschiedenen Zeitzonen Nordamerikas? Betrachten wir zunächst die Standard- oder Winterzeit:

Zeitzonen in Nordamerika (Winter)

46% der Bevölkerung Nordamerikas leben in der Mittleren Zeitzone (Englisch "Central Time", Spanisch "Tiempo del centro"). Dazu gehören Städte wie Chicago, Houston, Mexiko-Stadt und Havanna.
34% von Nordamerika sind in der Östlichen Zeitzone (Englisch "Eastern Time", Spanisch "Tiempo del sureste"). Dort liegen Städte wie Montréal, Toronto und New York.
Nur 11% sind in der Pazifik-Zeitzone (Englisch "Pacific Time", Spanisch "Tiempo del noroeste"), darunter die Bewohner von Los Angeles und San Francisco.
Zwischen der Mittleren und der Pazifik-Zone liegt die der Rocky Mountains (Englisch "Mountain Time", Spanisch "Tiempo de la montaña") mit Städten wie Phoenix, Denver und Tijuana. Diese macht 7% der Bevölkerung Nordamerikas aus.
Auf die restlichen 5 Zeitzonen kommen gerade einmal 1,6% der Bevölkerung.

Betrachtet man Kanada, USA, Mexiko und die restlichen Staaten getrennt, ergeben sich unterschiedliche Bilder:
Zeitzonen in Kanada
61% aller Kanadier leben in der Östlichen Zeitzone, zu der der Großteil Ontarios und Québecs zählt. In den beiden westlichen Zeitzonen leben jeweils 12–13%, zum Beispiel in Vancouver in der Pazifik-Zeitzone oder in Calgary in der Mountain-Zeitzone. Jeweils 6–7% leben in der Mittleren und der Atlantik-Zeitzone (größte Städte dort: Winnipeg bzw. Halifax), außerdem 1,5% in Neufundland.
Zeitzonen in den USA
Auch in den USA dominiert die Östliche Zeitzone. Dort sind jedoch nur 45% der Gesamtbevölkerung – hauptsächlich in Florida und New York. 29% der USA sind in der Zentralen Zeitzone (v.a. Texas und Illinois), 17% am Pazifik (v.a. Kalifornien), 7% in den Bergen (v.a. Arizona und Colorado). Die restlichen 2% verteilen sich auf 5 Zeitzonen von Guam bis Puerto Rico.
Zeitzonen in Mexiko
In Mexiko hingegen leben 87% in der Mittleren Zeitzone. Nur 7% sind in den Bergen (Chihuahua, Sinaloa und drei andere Staaten), 3% im Nordwesten (Baja California), 1,3% im Südosten (Quintana Roo).

Zeitzonen in Mittelamerika und der Karibik
Wenn man die Staaten Mittelamerikas und der Karibik zusammenrechnet, leben 73% in der Mittleren Zeitzone (Mittelamerika ohne Belize und Panama), 25% in der Östlichen (Kuba, Haiti, Panama und andere). In der Ostkaribischen Zeitzone, die im Winter der Atlantik-Zeit Kanadas entspricht, leben nur 2%. Dazu kommen 0,1% in Grönland und Saint-Pierre und Miquelon.

Im Sommer werden die Uhren in den meisten Regionen der NAFTA um eine Stunde vorgestellt. Auch Kuba, Haiti und die Bahamas machen mit. Dann haben 40% der Bevölkerung Nordamerikas Mittlere, 34% Östliche, je 13% Pazifik- oder Rocky Mountain-Sommerzeit. In den restlichen Zeitzonen sind dann nur noch 0,6% der Menschen.

Zeitzonen in Nordamerika (Sommer)

Grundlage für diese Statistiken sind Bevölkerungszahlen der englischsprachigen Wikipedia, abgerufen im Mai 2016. Nordamerika geht von Alaska bis Panama und von Grönland bis Trinidad. Hawaii erscheint im USA-Diagramm in der passenden Zeitzone, wurde auf Grund seiner geografischen Lage jedoch in den Nordamerika-Diagrammen nicht mitgezählt.

2016-05-12

[de] Statistiken zu Zeitzonen in Europa

Wie viele Menschen leben in den verschiedenen Zeitzonen Europas? Betrachten wir zunächst die Standard- oder Winterzeit:


Zeitzonen in Europa (Winter)

56% der Bevölkerung Europas leben in der Mitteleuropäischen Zeitzone, weitere 40% sind über die West- und Osteuropäische sowie die Moskauer Zeitzone verteilt.

Betrachtet man die Europäische Union, den europäischen Teil der Russischen Föderation sowie den Rest Europas getrennt, ergeben sich unterschiedliche Bilder:

Zeitzonen in der Europäischen Union (Winter)

73% der EU lebt in der Mitteleuropäischen Zeitzone. Dazu gehören insbesondere Deutschland, Frankreich und Italien. 16% haben Westeuropäische Zeit, vor allem in Großbritannien. 10% haben Osteuropäische Zeit, vor allem in Rumänien und Bulgarien. Daneben gibt es noch 0,6% auf den Azoren und in Überseegebieten Frankreichs und der Niederlande.

Zeitzonen in Russland

62% Russlands lebt in der Moskauer Zeitzone, 15% in der Jekaterinburger, 5% in der Samaraer, 0,7% in der Kaliningrader. 18% der Bevölkerung Russlands verteilt sich auf 7 sibirische Zeitzonen.

Winterzeit im Rest Europas

Der Rest Europas verteilt sich auf vier Zeitzonen: 54% haben Osteuropäische Zeit (vor allem in der Ukraine und im europäischen Teil der Türkei), 31% Mitteleuropäische, 15% leben unter russischer Kontrolle mit Moskauer Zeit, 0,3% sind in Island in der Westeuropäischen Zeitzone.

Im Sommer werden die Uhren außer in Russland, Weißrussland und Island überall um eine Stunde vorgestellt. Die EU nähert sich dann zeitlich an Russland an:

Zeitzonen in Europa (Sommer)

Grundlage für diese Statistiken sind Bevölkerungszahlen der englischsprachigen Wikipedia, abgerufen im Mai 2016. Die Azoren, Madeira und Island wurden zu Europa gezählt, ebenso der europäische Teil der Türkei (Türkisch Thrakien) und Russlands (Föderationskreise Zentral-, Süd-, Nordwestrussland, Wolga, Nordkaukasus). Die Krim sowie die selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk wurden zur Ukraine, aber zur Moskauer Zeitzone gezählt.